Frankreichblogger im Interview: Lena von Paris Tipps

by Felicitas
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Liebst du Paris? Dann freue mich besonders, dir heute ein neues Interview meiner Serie über Frankreichblogger präsentieren zu können. Ich habe es mit Lena aus Paris geführt, auf deren Blogs „Paris Tipps“ und „Salut from Paris“ sich alles um die Stadt der Liebe dreht. Dabei verrät sie nicht nur allerhand Geheimtipps über ihre Wahlheimat, sondern sorgt auch dafür, dass bei Paris-Besuchen nichts schief geht.

Hier ist mein Interview mit Lena von Paris Tipps!

Stell dich doch mal kurz vor! Wer bist du und worum geht es auf deinem Blog?

Mein Name ist Lena und ich komme ursprünglich aus dem Ruhrgebiet. Nachdem ich vor 15 Jahren meinen französischen Partner kennen gelernt habe, bin ich kurzerhand nach Paris gezogen, und geblieben.

Auf meiner Webseite geht es dementsprechend natürlich auch in erster Linie um Paris. Ich helfe Parisbesucher*innen mit praktischen Tipps sich in Paris zurecht zu finden, teile aber auch viele Insider Tipps und Anregungen.

Wie bist du auf die Idee gekommen, Paris Tipps ins Leben zu rufen?

Bei meinem deutschsprachigen Blog Paris Tipps handelt es sich im Grunde schon um meine dritte Webseite. Angefangen hat meine Bloggerlaufbahn 2016 mit einem englischsprachigen Familienreiseblog, auf dem ich hauptsächlich unsere Reisen dokumentiert habe.

Ich habe jedoch schnell gemerkt, dass meine wenigen Parisartikel bei meiner Leserschaft am beliebtesten sind und recht spontan meine Hauptseite Salut from Paris erstellt.

Da der internationale Tourismus durch Covid in den letzten beiden Jahren zum Erliegen kam und ich aber auf keinen Fall aufgeben wollte, habe ich begonnen meine englischsprachigen Artikel zu übersetzen und damit wurde Paris Tipps geboren.

Was ist das Ziel von Paris Tipps?

Ich reise sehr gerne und auch viel und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass das Ankommen an einem neuen Ort immer mit vielen Unsicherheiten verbunden ist. Besonders auch dann, wenn man die Sprache nicht beherrscht.

Ziel meiner Seite ist es, meinen Leser*innen diese Hemmungen zu nehmen. Ich möchte ihnen alle Informationen bereit zu stellen, damit sie einerseits ihren Urlaub planen können, aber vor allem auch anschließend selbstbewusst nach Paris reisen können.

Es ist einfach zu schade, wenn jemand aus Paris abreist mit dem Gefühl, irgendwo über den Tisch gezogen worden zu sein – sei es, weil unwissentlich das falsche Metro Ticket gekauft wurde, man sich teures Wasser im Restaurant hat aufschwatzen lassen, oder weil man ein Hotel in einer furchtbaren Gegend gebucht hat.

Gibt es einen Beitrag auf Paris Tipps, der für dich eine besonders große Bedeutung hat? Warum?

Einer meiner liebsten Beiträge handelt von Geheimtipps in Paris. Zum einen finde ich ihn wirklich gut – haha – und nützlich für jeden, der Paris besuchen möchte. Zum anderen hat er aber auch eine besondere Bedeutung für mich, da es sich bei dem Artikel um den ersten Beitrag handelt, den ich überhaupt über Paris geschrieben habe.

Rue Thermophyles im 15. Arrondissement. Ein kleiner Geheimtipp!

Ich finde aber auch meine Artikel über Touristenfallen in Paris wichtig und bin der Meinung, dass ihn wirklich jeder lesen sollte, der eine Paris-Reise plant.

Welchen anderen Ratschlag hast du für Reisende, die in deine Lieblingsgegend kommen?

Lest meine Beiträge 🙂 und plant genügend Zeit ein, in der ihr nichts geplant habt. Es gibt viel zu sehen in Paris und natürlich muss man, gerade bei einem ersten Besuch, eine ungefähre Idee haben, wo es langgeht. Aber vieles, das Paris ausmacht, sind Zwischentöne und Zufälligkeiten, für die man genügend Zeit braucht, um sich drauf einzulassen.

Kannst du von deinen Blogs leben? Was tust du, wenn du nicht gerade bloggst?

Nein, leider derzeit noch nicht. Ich war auf gutem Wege, aber Covid hat mir einen ordentlichen Strich durch die Rechnung gemacht.

Seit Covid haben die meisten Bars Außenterrassen, wie hier in Saint Germain des Prés

Tja, was mache ich, wenn ich nicht an meiner Webseite arbeite? Derzeit nimmt es tatsächlich sehr viel Zeit in Anspruch, aber in der Kurzfassung habe ich nach meinem Studium verschiedene Positionen im Kundensupport innegehabt. Zuletzt als Datenanalystin.

Welches ist dein Lieblingsort in Frankreich?

Ganz oben auf der Liste steht natürlich Paris. Es ist einfach meine Heimat geworden. Hier fühle ich mich wohl und hier hängt mein Herz. Aber ich mag auch Korsika sehr gerne, ebenso die Bretagne und die Normandie.

In welcher Jahreszeit sollte man diese Regionen bereisen?

Korsika sowie die Bretagne sind natürlich vorwiegend in den wärmeren Monaten schön, ganz klar. Paris hingegen kann man immer bereisen, denn jede Jahreszeit hat ihren eigenen Reiz und es gibt immer irgendetwas zu entdecken.

Mir persönlich gefällt Paris allerdings am Besten im Frühling. Ich liebe das “Erwachen”, dass jeder Frühling mit sich bringt – die Terrassen der Cafés füllen sich wieder, alles blüht und die Menschen haben tendenziell bessere Laune.

Wie ist deine Begeisterung für Frankreich entstanden?

Da ich nicht des Landes wegen nach Frankreich gezogen bin, sondern aus den Umständen heraus, hat es doch ziemlich lange gedauert, bis ich mich hier Zuhause gefühlt habe.

Die ersten Jahre waren ziemlich mühsam und ich bin erst mit den Geburten meiner Kinder angekommen. Das erste Mal richtig begeistert von meiner Wahlheimat war ich jedoch, als ich das Konzept des Apéros verstanden haben.

Im Grunde ist es nichts anderes als Wein und kleine Snacks, die vor dem eigentlichen Abendessen gereicht werden und die man in lockerer Runde gemeinsam genießt. Stellvertretend steht das für mich für das typische Savoir-vivre, das mir im Gegensatz zur deutschen Prinzipientreue einfach eher entspricht. 

Was magst du an Frankreich besonders?

Ich mag in erster Linie, dass in Frankreich mit doch recht großer Leichtigkeit durch den Alltag gegangen wird und vieles trotz anfänglichem Gemotze nicht so ernst genommen wird. Bestes Beispiel ist für mich der Pariser Stadtverkehr.

Es wird selbstredend wild mit der Hand gewedelt, wenn man sich irgendwo ganz vorne einreiht, aber dann wird man doch reingelassen und an der nächsten Ampel ist es vergessen. Es wird auch geschimpft, wenn man ein anderes Auto sachte anditscht, aber das wars auch. In Deutschland wird die Polizei gerufen.

Natürlich mag ich auch die landschaftliche Vielfalt und dass es in jeder Region irgendetwas Leckeres zu entdecken gibt, das sich lohnt, mit nach Hause genommen zu werden.

Was machst du am liebsten, wenn du in Frankreich bist?

Am allerliebsten bin ich in Paris. Ich gehe gerne früh morgens auf Entdeckungstour, trinke einen Café, schaue den Menschen zu und nehme einfach die Atmosphäre auf.

Palais Royal – ein schöner Ort für eine kleine Pause, oder einen leckeren Café

Ich fahre auch sehr gerne in Paris Rad, vor allem, seitdem es die vielen Radwege gibt. Mit dem Velo nimmt man eine Stadt doch nochmal anders wahr und ich mag das Tempo und die Flexibilität, die man mit den Vélibs hat.

Gibt es auch etwas, das du nicht magst oder das du in Frankreich vermisst?

Anfangs habe ich sehr viele Sachen vermisst und bin immer mit vollen Taschen zurück nach Paris gefahren. Mittlerweile gibt es allerdings kaum noch etwas, was ich zwingend mitnehmen möchte, vor allem nicht, seitdem das Haribo-Angebot hier in Frankreich größer geworden ist.

Außer Malzbier vielleicht. Ansonsten fällt mir noch das französische Gesundheitssystem ein. Grundsätzlich finde ich es zwar gut, aber furchtbar unpraktisch im Alltag.

Es wäre so viel einfacher, wenn Röntgenaufnahmen oder Blutabnahmen direkt beim Hausarzt erledigt werden könnten und man sich nicht für alles einen extra Termin holen müsste.

Gibt es etwas, was du in Frankreich besonders kurios findest?

Ganz klar den TGV. Ich bekomme auch nach all den Jahren nicht in meinen Kopf, dass man innerhalb von 3 Stunden ein ganzes Land durchqueren und 800 Kilometer hinter sich lassen kann, um am Mittelmeer zu sein.

Mittelmeer ist in meiner Vorstellung der Sommerurlaub nach einer endlos langen Autofahrt und ich glaube, von diesem Konzept werde ich in diesem Leben auch nicht mehr abrücken können.

Touristische Aktivitäten wie ein Seine-Rundfahrt dürfen natürlich bei einem Parisbesuch nicht fehlen

Vielen Dank für das Interview liebe Lena!

Möchtest du mehr von Lena lesen?

Hat dich dieses Interview neugierig auf Lena und ihre Tipps gemacht oder planst du vielleicht demnächst eine Reise nach Paris? Dann schau unbedingt auf Paris Tipps vorbei! Noch mehr Ratschläge von Lena findest du auf ihrer englischsprachigen Webseite Salut from Paris.

Interessierst du dich für meine Interviewserie Frankreichblogger, möchtest du andere Interviews lesen oder selbst mitmachen? In meinem Beitrag Frankreichblogger im Interview findest du eine Liste der bisherigen Teilnehmer und du erfährst, wie du selbst teilnehmen kannst. Alle bisherigen Frankreichbloggerinterviews findest du hier!

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