10 atemberaubende Strände an der Atlantikküste in Frankreich und ein Abstecher nach Guadeloupe

by Felicitas
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Du möchtest an Frankreichs Atlantikküste Urlaub machen und weißt nicht wohin? In diesem Beitrag präsentiere ich dir die 10 atemberaubendsten Strände der Atlantikküste in Frankreich und den schönsten Strand von Guadeloupe.

Die Atlantikküste Frankreichs – Ewige Weiten

Wenn du planst deinen nächsten Urlaub in Frankreich am Atlantik zu verbringen, dann hast du die sprichwörtliche Qual der Wahl. Denn allein die Atlantikküste von Festland-Frankreich ist mehr als 2000 Kilometer lang und besitzt unzählige Strände.

Sie reicht von der Grenze Belgiens im Nordosten Frankreichs bis in den Südwesten des Landes an die spanische Grenze. Dabei durchstreift sie 16 Departements und die französischen Regionen Hauts-de-France, Normandie, Bretagne, Pays de la Loire und Nouvelle-Aquitaine.

Aber auch französischen Überseegebiete Saint-Barthélémy, Guadeloupe, Martinique, Französisch-Guayana, Saint-Pierre-et-Miquelon und Saint-Martin liegen im Atlantik und besitzen traumhaft exotische Inselstrände.

Da ist es ganz schön schwierig sich festzulegen. Um dir die Suche nach deinem Traumstrand etwas zu erleichtern, stelle ich dir in diesem Beitrag 10 grandiose Strände an der Atlantikküste in Frankreich vor.

Wir beginnen im Norden Frankreichs am Ärmelkanal und arbeiten uns nach Süden vor. Am Ende des Beitrags unternehmen wir einen kleinen Abstecher auf die Karibikinsel Guadeloupe. Wo die Strände an der Atlantikküste in Frankreich liegen, siehst du auf der Karte.

Karte der Atlantikküste in Frankreich © OpenStreetMap-Mitwirkende

Auch in diesem Beitrag habe ich mir von anderen Reiseblogger:innen helfen lassen. Mehrere haben einen kleinen Text über ihren liebsten Strand am Atlantik in Frankreich verfasst.

Herzlichen Dank noch einmal dafür! In den entsprechenden Beiträgen sind die Autorinnen und Autoren natürlich vermerkt und über einen Link kommst du auf ihre Seite.

Die schönsten Strände in Frankreich

Der Beitrag ist Teil einer Rundumschau zu den schönsten Stränden in Frankreich. Wenn du mehr Inspiration suchst, schau dir auch die anderen Artikel an! Hier findest du die 10 schönsten Normandie-Strände. Demnächst folgen Artikel zu den schönsten Stränden Südfrankreichs und der Côte d’Azur.

Die schönsten Strände in Frankreich am nördlichen Atlantik und am Ärmelkanal

Der Strand von Etretat, Normandie (Seine-Maritime)

Kreidefelsen von Etretat, Strand und Meer

Der kleine Ort Etretat und sein Strand liegen in der Normandie an der Alabasterküste am Ärmelkanal. Gezeiten, Wind und Wasser haben hier bizarre und einzigartige Formen in die Kreidefelsen geschliffen.

Deshalb gehört der Strand von Etretat (Plage d’Etretat) für viele zu Frankreichs Naturwundern. In meinen Artikeln über Frankreichs schönste Orte und die wunderbaren Normandie-Strände erfährst du mehr. Hier sei er nur erwähnt.

Sword Beach, Normandie (Calvados)

Der Sword Beach ist ein etwa 8 Kilometer langer Küstenabschnitt in der Normandie am Ärmelkanal. Er war neben den Normandiestränden Utah Beach, Omaha Beach, Gold Beach und Juno Beach am 6. Juni 1944 Schauplatz des D-Days, also der Landung der Alliierten in der Normandie während des Zweiten Weltkrieges.

An jenem Tag landeten hier gut 150 000 Soldaten (Amerikaner, Briten, Franzosen, Polen, Kanadier und andere Commonwealth-Angehörige), darunter 23 000 Fallschirmspringer, die von 1 200 Kriegsschiffen und 7 500 Flugzeugen unterstützt wurden.

Der Sword Beach ist der einzige Strand, an dem auch Franzosen, nämlich 177 Elitesoldaten des 4. Kommandos, an der Landung beteiligt waren. Sword Beach war übrigens ursprünglich ein alliierter Codename.

Mehrere Denkmäler am Sword Beach erinnern bis heute an den D-Day. Das Musée du Mur de l’Atlantique (zu Deutsch Atlantikwall-Museum) in Ouistreham ist ein zum Museum umgestalteter deutscher Bunker, der den Deutschen damals als Kommandostation diente.

Wie der Name schon sagt, ist es dem Atlantikwall gewidmet. Dabei handelte es sich um eine von Deutschland während des 2. Weltkriegs erbaute 4000 Kilometer lange Verteidigungslinie, die sich vom Atlantik in Nordnorwegen über die Nordsee bis nach Südfrankreich erstreckte.

Der Sword Beach bei Lion-sur-Mer

Zum Sword Beach gehören mehrere Strände, die den Namen der Orte tragen, an denen sie liegen. Dazu zählen die Strände von Saint-Aubin-sur-Mer, von Langrune-sur-Mer, von Luc-sur-Mer und von Ouistreham. Mir persönlich gefällt der Strand des kleinen Ort Lion-sur-Mer besonders gut. Schon im 19. Jahrhundert war hier ein Seebad, wie die Villen, die die Plage de Lion-sur-Mer säumen, bezeugen.

Aber zugegeben: Lion-sur-Mer ist nur einer von etlichen Küstenorten an den kilometerlangen Sandstränden, die sich westlich von Le Havre erstrecken.

Feinkörniger Sand soweit das Auge reicht und ein großartiges Badevergnügen mit der ganzen Familie sind – zumindest, wenn das Wasser nicht gerade weg ist – garantiert.

Die Pointe de la Torche in Plomeur, Bretagne (Finistère)

Dagmar Beckmann und Christoph Potting sind seit vielen Jahren zwischen Frankfurt am Main und ihrer Herzensheimat, der Bretagne, unterwegs. Gemeinsam haben die beiden Journalisten mehrere Reisebücher geschrieben und sind am glücklichsten, wenn sie beim Umherschweifen auf Orte treffen, die zugleich Ausstrahlung und etwas zu erzählen haben. Mehr über sie erfährst du auf Bewandert unterwegs.

Eine mächtige Landspitze, ein rund 200 Meter langer Finger aus Felsen und Dünen, schiebt sich hinaus in den Ozean und teilt den kilometerlangen Küstenstreifen in die nördliche Plage de Tréguennec und die südliche Plage de Pors Carn.

Das geologische Phänomen hat eine 5000 Jahre alte Siedlungsgeschichte und ist ein einzigartiger Beobachtungsposten. Von hier kann man den meterhohen Atlantikbrechern dabei zusehen, wie sie ihre Energien bündeln und entladen.

Die Pointe de la Torche, wie die gesamte Strandregion heißt, ist für Surfer der Spot aller Spots. Sie sind hier bei jedem Wetter und möglichst bei ganz viel Wind auf dem Meer, paddeln mit ihren Boards hinaus und lauern auf die passende Welle.

Erwischen sie die Breakpoints, beginnt ihr spektakulärer Tanz auf den Wellen, der mal elegant im Stehen und mal kopfüber in der Brandung endet. Die Sandbuchten der Pointe de la Torche sind nach Westen ausgerichtet und daher läuft hier die beinahe ideale Welle auf – bis zu 4 Meter hoch, langgezogen und weniger brechend als in Südfrankreich.

Aber nicht nur die Wellenreiter, auch Stand-up-Paddler, Bodyboarder und Kite- und Windsurfer kommen hierher – das ganze Jahr über. In den Sommermonaten wird es allerdings besonders voll und dann platzen Campingplätze und Surfschulen aus allen Nähten.

Wem das Gedränge zu groß wird, der findet Alternativen zum Stau vor der Welle ganz in der Nähe: In den Dünen, Wiesen, Lagunen und Sümpfen des riesigen Naturschutzgebietes der Bucht von Audierne kann man wunderbar Rad fahren oder Küstenspaziergänge entlang der Strände machen.

Die Pointe de la Torche ist auch ein Reservat für Zugvögel, das zum Birdwatching einlädt.

Pointe de la Torche Ein ausladendes Strand-, Sand- und Dünenreservat für Wassersport und -ratten, für Strandläufer und Burgenbauer, für Einzelgänger und Familien, für Drachen- und Windfreaks.

Plage de Suscinio, Bretagne (Morbihan)

© nilsnavigations

Julia Beatrice schreibt auf ihrem Blog Julias Journeyz über das Reisen und ein minimalistisches Lebenskonzept.
Der Fokus liegt auf Individualreisen auf dem Landweg in Europa und auf dem Entdecken der Natur. Sie hat die französische Ärmelkanal- und Atlantikküste in den vergangenen Jahren vier Mal besucht.

Du interessierst dich für Geschichte und historische Stätten? Dann ist der Plage de Suscinio besonders geeignet für dich.

Er liegt in der Südbretagne in der Nähe der historischen Burganlage Domaine de Suscinio. Das Schloss Suscinio mit seinen mächtigen Wehranlagen stammt aus dem 13. Jahrhundert. Bretonische Herzöge herrschten hier ursprünglich.

Einst lag Suscinio direkt am Meer, doch heutzutage wanderst du über Stege durch den Sumpf zum Strand von Suscinio. Hier vermischt sich die Sumpflandschaft in einer eindrucksvollen Kulisse mit dem Schloss und der typisch bretonischen Bucht.

Das Schloss Suscinio © nilsnavigations

Fischerboote schaukeln in den Wellen und kleine Kiesel hinterlassen ein entspannendes Geräusch, wenn sie vom seichten Wasser hin und her bewegt werden.

Besonders beeindruckend sind die Farben: Kräftige Dunkelblau- und Lilatöne vermischen sich mit gelb-grünem Dünengras. Schleierwolken ziehen pudrige Streifen dazwischen. Um das Gebiet, in dem auch viele Vogelarten heimisch sind, einmal von oben zu betrachten – allein dafür lohnt sich schon der Eintritt ins Schloss Suscinio (8,50 Euro, Stand 2023).

Ein schönes Erlebnis ist es auch, nach einem ausgiebigen Strandtag zu den Spectacles nocturnes, den Lichterspielen an der Burgmauer, zu gehen (immer dienstags und donnerstags in den französischen Ferienmonaten Juli und August).

Das Château de Suscinio befindet sich südlich der mittelalterlichen Stadt Vannes. Zu erreichen ist die Burg über die N165/E60, Ausfahrt nach Sarzeau. Über die D780 geht es vorbei an Noyalo und St. Armel nach St. Colombier. Kurz hinter St. Colombier beginnt eine ausgeschilderte Straße nach Suscinio.

Plage de La Baule, Pays de la Loire (Loire-Atlantique)

Die kleine Stadt La Baule und die gleichnamige Bucht liegen 70 Kilometer westlich von Nantes am Atlantik. Die Bucht von La Baule gehört zum Club der schönsten Buchten der Welt. Sie erstreckt sich an der sogenannten Côte d’Amour über 9 Kilometer von Pouliguen nach Pornichet.

In etwa genauso lang ist ihr Sandstrand. Er ist vor allem bei Familien beliebt. Aber du kannst hier auch Wassersport betreiben oder dich in einem Restaurant oder einem Strandclub niederlassen. Im Sommer wird der Strand von Rettungsschwimmern überwacht.

Seitdem sich der Tourismus hier in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelte, werden während der Saison jeden Morgen die typischen 750 blau-weißen Strandkabinen aufgebaut.

Die Schönheit hat aber ihren Preis. Denn die Bucht leidet unter Erosion. Jährlich werden tausende Kubikmeter Sand neu aufgeschüttet.

In gewisser Weise ist es paradox. Denn La Baule verdankt ihren Aufstieg der Tatsache, dass der nahe gelegene und viel ältere Ort Escoublac mehrfach von Sanddünen verschluckt wurde.

Nur einen guten Kilometer südwestlich der Bucht werden übrigens die berühmten Salzkristalle der Guérande abgebaut, die in Frankreich jeder kennt.

Sie entstehen in einer einzigartigen Kulturlandschaft, den Salzgärten, in riesigen Verdunstungsbecken. Auch ihnen solltest du unbedingt einen Besuch abstatten.

Der Strand beim Phare des Baleines, Nouvelle-Aquitaine (Charente-Maritime)

© nilsnavigations

Julia Beatrice schreibt auf ihrem Blog Julias Journeyz über das Reisen und ein minimalistisches Lebenskonzept. Auch diesen Beitrag hat sie beigesteuert.

Die Strände auf der „weißen Insel“ Île de Ré sind besonders geeignet für Liebhaber von Sonnenuntergängen. Hervorzuheben ist der Strand am Leuchtturm der Wale, die sogenannte Plage de la Conche des Baleines, am westlichen Ende der Insel.

Hier bilden drei Leuchttürme ein interessantes Ensemble. Der Älteste von ihnen stammt aus dem 17. Jahrhundert (1682). Vor der Landspitze der Île de Ré liegen riesige Steinflächen – sie war deshalb für die Seefahrer in früheren Zeiten schwer zu umschiffen.

Heute spiegeln die Steinflächen bei Ebbe den Strahl der untergehenden Sonne sehr markant wider, was zu ungewöhnlichen Fotos von Sonnenuntergängen führt.

Wer die Gezeiten kennt, bewegt sich hier sicher und kann sich vom Strand sehr weit bis zur Wasserkante entfernen. Kleine Schnecken klammern sich mit ihren Häusern ans Gestein und bilden hübsche Fotomotive.

© nilsnavigations

Auch bei Flut ist der abendliche Aufenthalt am Phare des Baleines, nahe des Ortes Saint-Clément-des-Baleines, ein Erlebnis. Es kann schon mal vorkommen, dass die Wellen bis durch das hohe Eingangstor spritzen.

Auf dem Tor aus Stein feiern die jüngeren Franzosen gerne, sodass oft Musik über dem Ort liegt. Zwei der Leuchttürme kann man erklimmen, der dritte liegt allerdings weit draußen im Meer (Phare des Baleinaux).

Der Phare des Baleines beherbergt auch ein Museum – leider nur auf Französisch – aber es wird mit vielen selbsterklärenden Bildern gearbeitet. Vom Parkplatz bis zu den Leuchttürmen sind es etwa 900 Meter und die Hälfte davon säumen Restaurants, Eisdielen und Souvenirläden.

Sehr touristisch, aber für ein Foto vom Sonnenuntergang und den Leuchttürmen lohnt sich der Aufenthalt. „Baleine“ heißt übrigens Wal – früher strandeten oft Wale an dem Ort.

Plage de la Coubre, Nouvelle-Aquitaine (Charente-Maritime)

Karin arbeitet als freiberufliche Übersetzerin (Englisch/Französisch/Niederländisch –> Deutsch) und lebt im Périgord. Auf ihrem Blog teilt sie ihre Entdeckungen abseits der ausgetretenen Pfade in ihrer Herzensheimat im Südwesten Frankreichs.

Gut 20 Kilometer feinster Sandstrand, gesäumt von Dünen und einem Pinienwald, durch den sich parallel zur Küste ein Radweg zieht.

Diese Atlantikperle zwischen der Pointe d’Espagnole und der Pointe de la Coubre ist ein wahres Paradies für Naturliebhaber, Ruhesuchende, Surfer und Mountainbiker.

Schwimmen ist jedoch gefährlich und nur im Juli und August an den überwachten Stellen gestattet. Denn hier gibt es so genannte „Baïes“: Das sind scheinbar ruhige Wasserbecken vor der Küste, die jedoch sehr starke und äußerst gefährliche Strömungen aufweisen. Schon 50 cm hohes Wasser genügt, um hier zu ertrinken!

Am Pointe de la Coubre thront der gleichnamige Leuchtturm von 1905 majestätisch im Sand. Es lohnt sich, die 300 Treppenstufen bis zu seiner 64 Meter hohen Plattform hochzugehen – der weite Blick auf die Küste ist atemberaubend!

Die Plage de la Coubre vom Leuchtturm aus

Zu dem Leuchtturm gehören auch ein kleines Museum und ein Shop. Stärken und erfrischen kannst du dich am Foodtruck, der von Juli bis September von 11 bis 18 Uhr geöffnet hat. Auch Picknickbänke sind vorhanden.

Vom Parkplatz des Plage de la Coubre aus gelangst du nach etwa 150 Metern zum Leuchtturm und nach etwa 400 Meter zum Strand. Unweit des Parkplatzes befinden sich auch ein Campingplatz und ein Restaurant.

Für Camper ist das Parken auf dem Parkplatz über Nacht (von 23 bis 9 Uhr) untersagt. Hunde sind am Strand angeleint gestattet (außer von Mitte Juni bis Mitte September).

Der Plage de la Coubre ist ab La Rochelle in gut einer Stunde und ab Royan in einer knappen halben Stunde mit dem Auto erreichbar. Vom Périgord aus beträgt die Fahrtzeit je nach deinem Aufenthaltsort 2 bis 3 Stunden.

Großartige Strände im Süden von Frankreich an der Atlantikküste

Die Dune du Pilat und die Plage de la Corniche, Nouvelle-Aquitaine (Gironde)

Hier Da Dort: Gabi und Michael sind hauptberufliche Reisebuchautoren und leidenschaftliche Parttime-Vanlifer.
Ihre Themen: langsame Individualreisen in Deutschland, in Europa und in der Welt.

2700 Meter lang, 500 Meter breit, 110 Meter hoch: Die Dune du Pilat, die sich rund 80 Kilometer südlich von Bordeaux hinter dem Atlantik auftürmt, ist der größte Sandhaufen Europas. Ein echter Superlativ.

Am gemütlichsten gelangt man vom zehn Kilometer entfernten Seebad Arcachon mit dem Fahrrad zur Düne.

Das schmucke Arcachon ist eine Radlerstadt. Radwege bringen einen überall hin, so auch zum Fuße der Dune du Pilat.

Dort wird es erst mal sportlich. Der Aufstieg durch den tiefen, hellen Sand hat es in sich. Erleichterung verschafft an der steilsten Stelle eine Kunststofftreppe. Vermeidet unbedingt die Mittagsstunden!

Am schönsten ist es auf der Düne ohnehin gegen Abend, wenn das Licht warm und weich wird und man sich den Ausblick so richtig auf der Netzhaut zergehen lassen kann.

Was für ein Panorama! Unter euch lecken Wellen an einem ewigen Strand, hinter euch ein Wald aus abertausenden Pinien. Sucht euch einen hübschen Platz, öffnet eine Flasche Wein, haltet den Kopf ins Atlantiklüftchen und genießt die traumhafte Vor-Sonnenuntergangs-Szenerie.

Aber passt auf eure Kamera auf – auf der Düne gibt es hin und wieder ordentliche Sandböen!

Hinweis: Wir waren im September 2021 in Arcachon und damit zehn Monate vor dem schrecklichen Waldbrand im Juli 2022, der tausende Hektar Pinienwald und mehrere Campingplätze hinter der Düne zerstörte. Wir hoffen, dass unsere Fotos bald wieder dem gleichen, was Ihr vor Ort sehen werdet.

Die Strände von Soorts-Hossegor, Nouvelle-Aquitaine (Landes)

Soorts-Hossegor ist ein Seebad an der Atlantikküste in Frankreich, das vor allem bei Surfern international bekannt ist.

Es liegt in Südfrankreich knapp 30 Kilometer nördlich von Biarritz an der Côte d’Argent, der sogenannten Silberküste, die berühmt ist für ihre langen, feinen Strände, an denen sich Sand mit klein gemahlenen Muschelstücken vermischt.

In Hossegor sind die Strände besonders lang, die Dünen besonders breit, die Wellen besonders hoch und die Atlantikküste besonders wild.

Das Seebad verfügt über ein Dutzend Surfspots. Besonders beliebt bei Surfern ist die Plage de la Graviere, die Plage Naturiste (ein FKK-Strand) und die Plage Sud.

Möchtest du Soorts-Hossegor mit deiner Familie besuchen, sei dir die Plage Centrale empfohlen. Hier findest du neben einer Strandpromenade auch Geschäfte und Restaurants.

Dank des Sees Lac d’Hossegor kann man in Hossegor aber auch einen ruhigeren Urlaub genießen. Der See zieht sich dabei parallel zum Meer über mehr als 2 Kilometer.

Er besitzt eine Besonderheit. Denn hier gibt es wie im Ozean Gezeiten.

Verschiedene Strände bieten Bademöglichkeiten. Die Plage des Chênes-Lièges ist ideal für Familien mit kleinen Kindern. Sie liegt auf der Südwestseite des Sees und ist vom Meer aus zu Fuß in 15 Minuten zu erreichen.

Die Plages d’Hendaye, Nouvelle-Aquitaine (Pyrénées-Atlantiques)

Hendaye ist eine kleine Stadt in Frankreich an der Atlantikküste direkt an der Grenze zu Spanien. Sie verfügt über einen 3 Kilometer langen, wirklich schönen, feinsandigen Strand.

Wenn sich das Wasser bei Ebbe zurückzieht, wird er bis zu 400 Meter breit. Der Atlantik ist hier vergleichsweise mild. Im Sommer wird das Wasser bis zu 23° Celsius warm.

Die Plages d‘Hendaye gelten für viele als der schönste Strand des französischen Baskenlandes. Denn er ist nicht nur besonders lang, sondern hat auch eine einzigartige Atmosphäre. Eine Strandpromenade zieht sich fast über die gesamte Länge.

Der östliche Strandabschnitt wird als Plage 2 Jumeaux, also Strand der Zwillinge bezeichnet. Den Namen verdankt er zwei Felsen, die am Ende des Strandes aus dem Meer herausragen.

Man kann sie auch vom westlichen Strandabschnitt, der sogenannten Grande Plage, sehen.

Der Strand von Hendaye ist vor allem bei Surfanfängern und Familien beliebt. Vor Ort kann man Strandzelte und Strandliegen mieten. Im Sommer sorgen Rettungsschwimmer für Sicherheit.

Als Handiplage bietet er verschiedene Möglichkeiten für Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Hunde sind dagegen verboten. Auch das Rauchen ist nicht gestattet.

Am westlichen Ende des Strandes am Hafen von Hendaye befindet sich ein großer Parkplatz, auf dem man sein Auto lassen kann. Weitere Parkplätze befinden sich auf dem parallel zum Strand verlaufenden Boulevard de la Mer.

Exkurs: Der schönste Strand von Guadeloupe Plage de Bois Jolan

Nicole lebt seit vielen Jahren in Barcelona, wo sie als Bloggerin und Reisebuchautorin arbeitet. Ihre Liebe zu Frankreich erwachte schon mit 14 Jahren, als sie das Land zum ersten Mal bereiste. Es war ein „coup de foudre“, das bis heute andauert. Im Blog erzählt sie von ihrem Leben in Spanien und von Reisen in die benachbarten Länder am Meer.

Wenn man ganz genau hinsieht, erkennt man, dass Guadeloupe eigentlich ein Schmetterling ist. Einer der Flügel ist die Grand Terre, der andere Flügel nennt sich Basse Terre.

Tolle Strände gibt es auf einer Karibikinsel natürlich überall, aber grundsätzlich sollte man wissen, dass es im Osten, also an allen, dem Atlantik zugewandten Stränden, starke Strömungen und spitze Felsen gibt. Den teilweisen heftigen Wellen ziehen entsprechend viele Surfer an.

Ruhige Sandstrände, an denen auch kleine Kinder gefahrlos baden können, findet man hingegen auf der westlichen, der Karibik zugewandten Seite der Insel. Einer der schönsten und geradezu malerischsten Strände auf Guadeloupe ist die Plage de Bois Jolan.

Der Strand liegt auf Grand Terre in der Nähe des Städtchens Sainte Anne. Kilometerweit zieht sich der weiße Sand am Ufer entlang, das seichte Wasser ist kristallklar und prima zum Baden, wenn man denn ein Plätzchen im Schatten findet.

Vereinzelt wachsen langstielige Kokospalmen zwischen den Mangroven und hängen fotogen über dem Wasser. Der einzige Nachteil der Bois de Jolan sind die Sandflöhe, die sich angeblich am späten Nachmittag hier tummeln sollen.

Ich war vormittags da, da war weit und breit nichts von den kleinen Hüpfern zu sehen. Erreichen kann man den Strand von Sainte Anne kommend in Richtung Westen über die Route de Bois Jolin fahrend. Es gibt einen Parkplatz, an dem man das Auto stehen lassen kann, dann geht es zu Fuß weiter.

Was ist dein liebster Strand an der Atlantikküste in Frankreich?

Ich hoffe diese kleine Übersicht hilft dir bei der Urlaubsplanung! War dein Lieblingsstrand dabei? Oder fehlt er? Erzähle mir davon in einem Kommentar!

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