Die 10 schönsten Strände in der Normandie

by Felicitas
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Die Normandie gehört zu den beliebtesten Reisezielen in Frankreich. Das liegt vor zweifellos vor allem an ihrer atemberaubenden Küste. Wo diese am sehenswertesten ist und wo am besten geeignet, um einen perfekten Urlaub am Meer zu verbringen, erfährst du in diesem Beitrag. Hier kommen die 10 schönsten Normandie-Strände.

Unglaublich abwechslungsreich: Die Normandie-Strände

Die Strände der Normandie gehören zu den beliebtesten in ganz Frankreich. Das hat auch seinen Grund. Denn die Normandie verfügt über eine Küstenlinie von 620 Kilometern.

Von malerischen geschwungenen Kreidefelsen über ewig weite Sandstrände oder schicke Badeorte im Stil der Belle Époque bis hin zu einsamen Inselstränden hat sie alles zu bieten. Hinzu kommt die Faszination der Gezeiten, die an den Normandie-Stränden besonders mächtig sind.

Natürlich können die Strände der Normandie außerhalb des Hochsommers kühl und windig sein. Aber die meisten Liebhaber der Region schätzen gerade das.

Frankreichs schönste Strände

Wie du vielleicht schon bemerkt hast, liebe ich das Meer. Nicht überraschend, dass mir die Idee gekommen ist, eine Übersicht über Frankreichs schönste Strände zusammenzustellen.

Da die Auswahl an schönen Stränden in Frankreich ausgesprochen groß ist, habe ich mich der Übersichtlichkeit halber entschieden, den verschiedenen Gegenden Frankreichs jeweils einen Artikel zu widmen. In diesem Beitrag beschäftige ich mich mit den schönsten Normandie-Stränden. Demnächst folgen Artikel über die schönsten Atlantikstrände und Strände in Südfrankreich.

Natürlich kenne ich nicht jeden schönen Strand in Frankreich. Das Land hat viel zu viele davon. Deshalb habe ich auch für diese Serie andere Reiseblogger:innen gefragt, welchen Strand in Frankreich sie besonders lieben. Einige wirklich schöne Beiträge sind dabei zusammen gekommen. Vielen Dank dafür!

Wir beginnen im Osten im Departement Seine-Maritime und arbeiten uns dann über Calvados in das Departement Manche im Westen vor.

Karte von den schönsten Stränden der Normandie © OpenStreetMap-Mitwirkende

Los geht’s!

Die großartigsten Strände im Departement Seine-Maritime in der Normandie

Die Plage de Dieppe

Foto: Krauthöfer

Nicole und Jörg aus Berlin sind zwei Unruhegeister aus Berlin. Sie sind als begeisterte Vanlifer und Fotografen ständig unterwegs. Am liebsten düsen sie im hohen Norden auf der Suche nach Moschusochsen und Nordlichtern umher.
Auf ihrem Blog Misses&Mister dreht sich vieles um ihre Lieblingsplätze, Tourentipps und wie man mit möglichst wenig Luxus eine luxuriöse Zeit verbringen kann.

Im Spätherbst 2021 waren wir auf einem Roadtrip durch Frankreich unterwegs. Das Reiseziel für den ersten Abend: der Wohnmobilstellplatz am Strand von Dieppe an der Alabasterküste.

Dieppe ist ein süßes Fischerstädtchen am Ärmelkanal. Es gibt hier eine Burg, einen großen Hafen sowie beeindruckende Kirchen.

Dieppe hat auch einen wunderschönen Badestrand. Den sieht man nicht sofort. Eine steinerne Strandpromenade versperrt die Sicht. Hochwasserschutz.

Aber wir haben die Wellen gehört. Dieppe hat nämlich keinen reinen Sandstrand. Den sieht man erst bei Ebbe. Millionen kleine Kieselsteine liegen hier dicht an dicht und werden je nach Wellengang vom Meer weggespült und in der nächsten Welle wieder an Land getragen.

Das klackernde Geräusch, was an diesem Abend aufgrund der enormen Flut dabei entstand, klang wie eine musikalische Serenade. Hinzu kam ein grandioses Lichtspiel der untergehenden Sonne.

Blick über den Strand von Dieppe in der Normandie. Foto: Krauthöfer

Am Strand von Dieppe kann man natürlich machen mehr als nur Sonnenuntergänge im Instagramstil zu beobachten. Die Alabasterküste lädt zu ausgedehnten Spaziergängen ein.

In Richtung Westen liegt unter anderem der alte Bunker von Pourville-Sur- Mer. Wer einmal auf den Wellen des Ärmelkanals reiten möchte, für den gibt es dort auch eine Surfschule.

Auf dem Fischmarkt im Hafen von Dieppe werden täglich fangfrische Jakobsmuscheln als Delikatesse verkauft. Die kunstvoll bemalten Kirchenfenster der gotischen Kathedrale Saint-Jacques sind in ganz Frankreich berühmt. Von der Burganlage hat man einen herrlichen Blick nicht nur auf die Stadt, sondern auch auf die Felsen der Alabasterküste Richtung Nordosten.

Nur gebadet haben wir nicht. Ende Oktober hatte das Wasser zehn Grad Temperatur. Zu kalt für uns Warmduscher aus dem Inland.

Das haben wir an diesem Abend den richtigen Profis überlassen, die mit Neoprenanzug vermutlich für die nächste Ärmelkanalüberquerung geübt haben.

Die Plage d’Etretat

Kreidefelsen von Etretat, Strand und Meer

Etretat und sein Strand gehören zu Frankreichs berühmtesten Sehenswürdigkeiten und das nicht ohne Grund. Denn die Plage d’Etretat ist einer der beeindruckendsten Strände Frankreichs.

Er ist vor allem dann etwas für dich, wenn du die Natur auf ausgiebigen Spaziergängen und Wanderungen entdecken willst.

Denn der Strand von Etretat liegt an der Alabasterküste, einem 140 Kilometer langem Kreidefelsen zwischen den Mündungen von Seine und Somme. Gezeiten, Wind und Wasser haben hier einzigartige Formen in den Felsen geschliffen, die wohl jeden in Staunen versetzen. Setze dich einfach an den Strand, bring am besten viel Zeit und ein ausgiebiges Picknick mit.

Auf der linken Seite des Strandes kannst du die wundervolle Porte d’Aval bewundern, eine natürliche, vom wilden Meer in den Stein geschlagene 51 Meter hohen Arkade. Rechts wird der Strand von der sogenannten Porte d’Amont begrenzt. Guy de Maupassant sah in ihr einen Elefanten, der seinen Rüssel ins Meer tauchte.

Vielleicht fragst du dich, wo die runden Steine herkommen, auf denen du gerade sitzt. Fasziniert entdeckst du, dass viele von ihnen kleine Löcher haben.

Diese Steine entstehen, da die Wellen des Atlantiks immer wieder Klippen zu Fall bringen. Es dauert nicht lange bis das Wasser die Kreide herausgewaschen und die Feuersteine poliert hat. Schon nach wenigen Monaten entstehen runde Kieselsteine.

Jahrzehntelang lebte ein Teil der Küstenbevölkerung vom Sammeln der Steine. Heute ist das aber verboten. Denn die faszinierenden Steine schützen die Küste vor Unwettern. Sie verlangsamen die Wellen und schützen so vor Hochwassern.

Natürlich kannst du die Steilküste auch auf Spaziergängen und Wanderungen entdecken. Halte aber unbedingt die Gezeiten im Blick. Es passiert immer wieder, dass Menschen vom Wasser überrascht werden.

Informiere dich außerdem in der Touristeninformation über aktuelle Reglementierungen. Beispielsweise sind Spaziergänge unter den Klippen derzeit verboten. Auch bei Wanderungen auf den Klippen ist Vorsicht geboten. Denn man sollte sich nicht zu sehr an den Rand wagen. Die Felsen sind brüchig.

Die schönsten Sandstrände im Calvados

Die Plage de Trouville

Die Plage de Trouville steht sinnbildlich für viele andere Strände des Calvados. Es ist ein kilometerlanger, breiter Sandstrand, der seicht in den wilden Atlantik fällt. Bei Ebbe zieht sich der Ozean weit zurück. Die Sandmassen des Strandes erscheinen dann ewig.

Trouville-sur-Mer ist das älteste Seebad der Normandie. Dies liegt an der Nähe zur französischen Hauptstadt. Schon Anfang des 19. Jahrhunderts zog Trouville erholungssuchende Pariser an.

1863 wurde eine Eisenbahnlinie nach Paris fertiggestellt, mit der der Normandie-Strand bis heute gut zu erreichen ist. Seit 1935 besitzt Trouville-sur-mer einen Fischmarkt, der während eines Aufenthalts in dem Seebad unbedingt besucht werden sollte.

Am Strand von Trouville kannst du Strandkabinen und Schirmzelte mieten oder über die hölzerne Promenade schlendern.

Die Plage de Deauville

Deauville liegt im Südwesten von Trouville-sur-Mer und genau daneben. Die beiden Orte werden durch den Fluss Touques getrennt.

Der Strand von Deauville (Plage de Deauville) ist bekannt als der Lieblingsstrand der Pariser. Denn aus der französischen Hauptstadt erreicht man ihn in gerade einmal zweieinhalb Stunden. Das betrifft nicht nur das Auto, sondern auch den Zug!

Außerdem gilt Deauville als besonders chic. Denn es besitzt besonders elegante Hotels, ein Casino, zwei Pferderennbahnen (hier spielt man Polo), einen Jachthafen und ein Festival des amerikanischen Kinos.

„Les Planches“

In Deauville scheint die Zeit am Ende der Belle Époque, irgendwann am Anfang des letzten Jahrhunderts stehengeblieben zu sein. Die 250 Strandkabinen im Art déco-Stil stammen aus dem Jahr 1923.

Sie tragen die Namen berühmter Schauspieler und Regisseure. Ihr Ensemble mit Säulengang, Innenhof und Mosaik ist aber eigentlich einem römischen Bad nachempfunden.

Die 643 Meter lange, hölzerne Strandpromenade stammt aus derselben Zeit. Sie wird als „Les Planches“, also die Holzbretter, bezeichnet. Von hier aus hast du einen wunderbaren Blick auf die Plage de Deauville, einen etwa 3 Kilometer langen Sandstrand. Hunderte bunter Sonnenschirme geben ihm im Sommer das besondere Flair.

Die Plage de Cabourg

Genauso wie Deauville und Trouville liegt Cabourg an der Blumenküste (Côte Fleurie). So wird der kurze Küstenstreifen im Departement Calvados zwischen den Mündungen der Orne und der Touques genannt.

Cabourg bezeichnet sich selbst als ihre Königin. Denn der kleine Ort in der Normandie hatte seine Blütezeit während des Zweiten Kaiserreichs, also zwischen 1852 und 1870. Davon zeugen bis heute die vielen Belle Époque-Villen. Im direkt am Strand gelegenen, monumentalen Grand Hôtel urlaubten schon Marcel Proust und Edit Piaf.

Das Grand Hôtel in Cabourg

Marcel Proust nannte die Plage de Cabourg den Strand der Romantiker, angeblich weil sich der Himmel bei Sonnenuntergang hier besonders oft rosa-orange färbt.

Heute ist die Strandpromenade nach dem französischen Schriftsteller benannt. Mit ihren 3,6 Kilometern ist sie die längste Fußgängerstrandpromenade Europas. Auf ihr kannst du den 4 Kilometer langen Sandstrand von Cabourg entdecken.

Familien fühlen sich hier besonders wohl. Aber auch bei Kitesurfern ist der Strand sehr beliebt.

Die blau-weiß gestreiften Schirmzelte von Cabourg waren schon während der Belle Époque populär. Noch heute kannst du sie im Sommer für gut 20 Euro am Tag mieten, um dich vor dem Wind zu schützen.

Die Plage de Ouistreham

helgaandheiniontour.com ist der Reiseblog für weltoffene Städtereisende und Laufbegeisterte. Judith beschäftigt sich als Freelancerin mit den Themen Laufen und Reisen, ist Redakteurin und Extremsportlerin mit zahlreichen internationalen Erfolgen. Oliver ist professioneller Content Creator, Social Media Experte und Fotograf. Gemeinsam berichten die beiden auf Ihrem Blog von Ihren Reisen in Europa und der Welt.

Ouistreham ist ein Sandstrand am Ärmelkanal, 15 km nördlich der Stadt Caen in der Normandie. Der Strand punktet mit ausgezeichneter Sauberkeit und sanften Übergang ins Meer. Zudem ist der Strand vor allem dafür bekannt, dass er im Zweiten Weltkrieg Schauplatz der D-Day-Landung war. Heute erinnern mehrere Mahnmale an dieses bedeutende Ereignis.

Die Plage de Ouistreham ist besonders für Familien geeignet, da es in der Nähe viele Annehmlichkeiten und Aktivitäten gibt. So finden sich zum Beispiel Einrichtungen wie ein Hallenbad, ein Kartcenter, das Atlantikwall Museum, ein Kinderspielplatz, ein Bouleplatz, ein Beachvolleyballplatz, ein Skatepark und ein Fitnessparcours an diesem endlosen Strand. Für die Erwachsenen gibt es eine Vielzahl an Cafés und Restaurants und sogar ein Casino.

Auch Wind- und Kitesurfer werden die Wellen auf dem Wasser am Strand von Ouistreham genießen und Hundebesitzer schätzen es, dass Hunde am Strand erlaubt sind. Ruhesuchende werden den Frieden und die Ruhe dieses charmanten Küstenortes lieben.

Der Plage de Ouistreham ist für alle frei zugänglich, es wird keine Strandgebühr oder Kurtaxe erhoben, wie wir das in Deutschland kennen.

Gut zu wissen: Während der Saison wird der Strandabschnitt von Rettungsschwimmern beaufsichtigt.

Ouistreham Strand ist leicht mit dem Auto oder dem Bus aus Caen zu erreichen. Wer mag kann auch mittels Fahrrad von Caen zum Plage de Ouistreham fahren. Die Stadträder Caens können hier abgegeben oder ausgeliehen werden.

Omaha Beach

Katja ist leidenschaftliche Camperin, Buchautorin und Journalistin.
Auf ihrem Wohnmobil-Reiseblog Hin-Fahren.de gibt sie Tipps zu schönen Reisezielen und Touren – zwischen Südspanien und Nordkap – und rund um Camping und Wohnmobil. Sehr gerne ist sie am Meer unterwegs und besucht immer wieder die Normandie.

Wir sind seit vielen Jahren mit unserem Wohnmobil immer wieder in der Normandie unterwegs. Dabei zieht es uns auch regelmäßig zu den Landungsstränden.

Sie erstrecken sich über viele Kilometer die normannische Küste entlang. Einer davon ist der Omaha Beach. Dieser liegt unterhalb von Saint-Laurent-sur-Mer, direkt am Ärmelkanal.

Über den Ort erfolgt auch die Zufahrt zum rund sechs Kilometer breiten Strand, den man am besten mit dem Auto erreicht. Bei Ebbe zieht sich das Wasser zurück und er ist noch größer.

Am Rand bringen dann die Fischer ihre Boote mit Treckern ins Wasser. Und am frühen Morgen gehört der Strand den Trabrennfahrern, die hier auf dem festen Sand vor den Wellen ihre Pferde trainieren.

Aber man sieht auch Hundebesitzer, Familien oder Sonnenanbeter. Es ist genügend Platz für alle. Dabei ist die Stimmung an diesem Ort eher nachdenklich.

Denn der weite Strand spielte im zweiten Weltkrieg eine wichtige Rolle. Mehrere Monumente und Denkmäler erinnern an die Landung der Alliierten genau an dieser Stelle, wo jetzt Urlauber spazieren gehen oder Fischer ihren Fang einbringen.

Der amerikanische Soldatenfriedhof von Colleville-sur-Mer

Der Omaha Beach war der am stärksten umkämpfte Abschnitt der französischen Küste. Am D-Day, dem 6. Juni 1944, landeten hier rund 40.000 Soldaten, um den Atlantikwall zu durchbrechen. Die Verluste waren hoch, viele Alliierte und Deutsche starben an diesem Tag.

Oberhalb des riesigen Strandes erinnern weiße Kreuze und Grabsteine an fast 10.000 Tote. In lichten Reihen stehen sie auf dem amerikanischen Soldatenfriedhof von Colleville-sur-Mer in einem Park hoch über dem Meer, ganz in der Nähe der Orte, wo bei der Landung so viele Soldaten starben.

Auch ihr Besuch gehört zu einem Tag am Omaha Beach dazu.

Die schönsten Normandie-Strände im Departement Manche

Die Plage de la Potinière

Barbara Kettl-Römer erkundet Frankreich seit über 30 Jahren.
Sie ist besonders gerne im Norden unterwegs, bloggt darüber auf Meerwanderungen.de und hat gemeinsam mit Hilke Maunder das Buch Glücksorte in der Normandie verfasst.

Manchmal ist es gar nicht so einfach, sich zu entscheiden: Soll es lieber ein feiner, breiter und flacher Sandstrand sein, wo man in aller Ruhe chillen, spazieren, baden und einen Espresso schlürfen kann?

Oder ein wilder Strand mit Felsen und kleinen Wasserläufen, auf dem man auf Entdeckungstour gehen, kleine Wasserläufe anstauen und coole Fotos machen kann?

Ich persönlich bevorzuge Strände, bei denen das keine Entweder-oder-, sondern eine Sowohl-als-auch-Entscheidung ist. Deshalb mag ich die Plage de la Potinière bei Barneville-Carteret auf der normannischen Halbinsel Cotentin so gerne:

Der sanfte Sandstrand erstreckt sich südlich des felsigen Cap de Carteret. Familien mit kleinen Kindern und Ruhesuchende finden dort (jedenfalls außerhalb der Hochsaison) ein entspanntes Strandglück sowie ein schönes Lokal.

Am Cap de Carteret

Bei Ebbe könnt ihr die steinerne Nase des Cap de Carteret umrunden und erkunden. Dort gibt es Felsen zum Herumklettern, interessante Fotomotive, Pfützen und Rinnsale zum Herumspielen. Nach Norden erstreckt sich dann ein weiterer, schier endloser Sandstrand vor den Dünen von Hatainville, der jeden Strandläufer glücklich macht.

An die Plage de la Potinière kommt ihr mit dem Auto über die D650. Mit dem Bus könnt ihr von Cherbourg mit der interkommunalen Linie dorthin fahren, von Valognes aus mit der Linie G. Hier findet ihr den Buslinienplan der Halbinsel Cotentin.

Die Plage de Gouville-sur-Mer

Barbara Homolka hat viele Jahre in einer Lokalzeitungsredekation gearbeitet, bevor sie 2016 mit Mann und Hunden in die Normandie gezogen ist. Dort betreibt sie das Informationsportal chiennormandie, das sich hauptsächlich an Hundeurlauber:innen richtet.

Gouville-sur-Mer ist eine kleine Gemeinde an der Westküste der Manche in der Normandie. Vor Jahren bin ich das erste Mal dort gewesen – um die kleinen Badehütten in den Dünen zu fotografieren, die ich auf einer Postkarte gesehen hatte.

Seitdem bin ich unzählige Male zurückgekehrt, weil der Strand etwas Magisches hat, die Häuschen sowieso. Jedes dieser Hüttchen – einst von einem findigen Hotelier für seine Gäste ersonnen – hat seinen eigenständigen Charakter.

Die Badehütten sind perfekte Kulisse für Fotoshootings und sofort stellt sich gute Laune und Urlaubsfeeling ein. Zu meinen Lieblingsbeschäftigungen gehören lange Spaziergänge mit den beiden Bordern am Sandstrand oder ein fauler Vormittag mit einem guten Buch in den Dünen.

Direkt am Hauptstrand darf im Sommer der Bär steppen: Ein Restaurant verwöhnt dich mit Miesmuscheln (Moules Frites) – Meerblick inklusive. Außerdem gibt es ein Büdchen mit Crêpes und Galettes und seit einigen Jahren die coole BOA-Strandbar, in der du Tapas, Cocktails und zuweilen Livemusik genießen kannst.

Wenn du mit dem Wohnmobil unterwegs bist, kannst du direkt nebenan auf dem Stellplatz dein Nachtquartier aufschlagen und bei einem „letzten Glas im Stehen“ den Sonnenuntergang genießen.

Der Badestrand ist im Juli und August überwacht. Da das Wasser sehr flach ist, eignet es sich auch für die Jüngsten zum Planschen. Der Strand ist zudem als „Handiplage“ zertifiziert und offeriert Menschen mit eingeschränkter Mobilität Strandrollstühle.

Zur Abrundung gibt es noch ein Boulodrome und in den Ferien einen überdachten Pool für Schlechtwettertage.

Das Archipel Iles Chausey

Ein besonderes Erlebnis ist der Besuch der Iles Chausey. Sie liegen im Ärmelkanal 17 Kilometer vom Festland entfernt und sind ein Geheimtipp für die Normandie.

Bei Ebbe zählt das sogenannte Chausey-Archipel 365 Inseln. Kommt aber die Flut bleiben nur noch 52 Inseln übrig. Die größte unter ihnen ist die sogenannte Grande Ile. Groß ist sie aber eigentlich mit 7 Kilometer Länge und 5 Kilometer Breite nicht.

Im ersten Weltkrieg waren hier 300 deutsche und österreichische Gefangene in einem Fort untergebracht. Im 2. Weltkrieg beherbergte es eine Garnison der Wehrmacht. Mittlerweile wird es von einer Fischerfamilie bewohnt.

Heute befinden sich auf der Grande Ile ein kleines Fischerdorf, ein Leuchtturm, eine Kapelle, ein kleines Schloss, dass 1559 erbaut wurde, Restaurants und ein Hotel. Sonst ist auf der Insel nichts.

Man ist alleine mit den Gezeiten (und den anderen Besucher:innen). Auf 6 Stränden mit wunderbarem weißen Sand und türkisblauem Wasser, von denen 3 für Touristen geöffnet sind, kann man die Einsamkeit genießen. Sie heißen Plage de Port-Marie, Plage de Port Homard und Plage de la Grande Greve.

Erreichen kannst du die Chausey-Inseln, indem du eine Fähre nimmst, die in der Stadt Granville abfährt. Sie braucht eine Stunde für die Überfahrt.

Welchen Strand in der Normandie besuchst du am liebsten?

Ich hoffe, dir hilft diese kleine Übersicht bei deiner Urlaubsplanung! Ist dein liebster Normandie-Strand nicht dabei? Dann wäre es schön, wenn du in einem Kommentar darüber berichtest!

10 Kommentare

Auszeitgeniesser 20. November 2022 - 15:14

Da hast Du einige mir gut bekannte Kolleginnen in diesen wunderschönen Beitrag eingebaut.
Barbara hatte mir schon so mit ihren Glücksorte in der Normandie den Mund wässrig gemacht auf eine wunderschöne Meerreise.
Dann werde ich wohl in Kürze die Region mal persönlich erkunden müssen.

Wenn Du wählen müsstest, was wäre Dein ganz persönlicher Favorit in der Region?

Liebe Grüße, Katja

Antworten
Felicitas 21. November 2022 - 8:57

Liebe Katja,
ich glaube Barbara kennt die Normandie besser als ich. Dennoch ist meine Antwort ganz eindeutig Etretat und die Alabasterküste. Die sind wirklich einzigartig!

Liebe Grüße
Felicitas

Antworten
Britta 21. November 2022 - 12:52

Liebe Felicitas, da sind ja einige tolle Strände dabei – und ich habe mich sofort wieder zurück an Nordfrankreichs Küste versetzt gefühlt. Die Strände in der Normandie sind vor allem so unterschiedlich – und damit ist für jeden etwas dabei. Ich fand’s auch in Le Havre toll, aus der Stadt direkt an den Strand laufen zu können und da einen langen Spaziergang zu machen.

Antworten
Felicitas 21. November 2022 - 15:25

Liebe Britta,
ja selbst für Frankreich ist die Normandie besonders abwechslungsreich. Le Havre kenne ich leider selbst kaum.

Liebe Grüße
Felicitas

Antworten
Daniel 21. November 2022 - 14:47

Wow – da kriegt ich Fernweh! :-(

Antworten
Felicitas 21. November 2022 - 15:24

Na so fern ist es ja nicht lieber Daniel. Vielleicht solltest du einfach mal hinfahren.

Liebe Grüße
Felicitas

Antworten
Sabine von Ferngeweht 21. November 2022 - 18:33

Danke für den Überblick! Bei mir steht die Normandie auch noch auf der To-go-Liste, und ich fand es schwierig, mich für eine Region zu entscheiden. Jetzt sehe ich etwas klarer :-)

Antworten
Felicitas 23. November 2022 - 8:35

Schön, dass ich dir bei der Urlaubsplanung helfen konnte liebe Sabine!

Antworten
Barbara 22. November 2022 - 21:12

Die Normandie hat etliche sehr schöne Strände zu bieten und das hier ist eine gute Auswahl. :-)

Antworten
Felicitas 23. November 2022 - 8:47

Liebe Barbara!
Vielen lieben Dank noch einmal, dass du für den Beitrag etwas über die Plage de la Potinière erzählt hast! Du hast mir Lust gemacht, den Strand einmal selbst zu besuchen. Er ist sicher auch einer der Glücksorte in deinem Buch?

Liebe Grüße
Felicitas

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