Präsident Macron in mit der Flagge Israels geschmückter SS-Uniform

by Feli
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Am vergangenen Samstag fanden in ganz Frankreich Demonstrationen statt, um gegen die Politik von Präsident Macron zu demonstrieren. Unter dem Titel „marée populaire“ (zu Deutsch in etwa Volksflut) kamen in Paris je nach Schätzung zwischen 20 000 und 80 000 Menschen zusammen. Verschiedene linke Organisationen nahmen an den Protesten teil, darunter La France Insoumise von Jean-Luc, Mélenchon, die kommunistische Partei Frankreichs PCF sowie der Gewerkschaftsbund CGT.

Nun hat die jüdische Organisation Bureau national de vigilance contre antisémitisme BNVCA (zu Deutsch: Nationales Büro der Wachsamkeit gegen den Antisemitismus) Klage wegen Diffamierung, Provozierung von Diskriminierung sowie öffentlicher Beleidigung eingereicht.

Präsident Macron in mit der Flagge Israels geschmückter SS-Uniform

Der Grund dafür sind während der Demonstration gehisste Plakate, die Emmanuel Macron in einer SS-Uniform zeigen. An der Stelle, an der die SS-Uniformen der Nazis üblicherweise eine Hakenkreuzbinde trugen, befindet sich an jener Uniform die Flagge Israels. Unter der Abbildung ist in Anspielung auf Macrons Erklärung während des Wahlkampfes, weder links noch rechts zu sein, zu lesen: „Ich bin weder links noch rechts. Ich bin rechtsradikal.“

Ein Foto des Plakats findet man beispielsweise auf der Internetseite von Franceinfo. Wie man dort außerdem lesen kann, erklärte der Anwalt von BNVCA Charles Baccouche, dass derartige Abbildungen den Antisemitismus nährten. Das Bild sei eine Beleidigung der Millionen Holocaustopfer, die in den Vernichtungslagern der Nazis unter erniedrigenden Bedingungen den Tod fanden.

Stellungnahmen von BNVCA und Castaner

Der BNVCA selbst erklärte auf seiner Internetseite, dass durch diese Abbildung Emmanuel Macron und die Französische Republik, aber auch die Opfer der Shoah und der Staat Israel beleidigt würden. Wieder hätte sich laut BNVCA der Hass der Linksextremisten breit machen können. Außerdem erklärte man, dass der Dachverband der jüdischen Organisationen Frankreichs CRIF Recht gehabt hätte, die Repräsentanten von France Insoumise am Weißen Marsch gegen den Antisemitismus, der am 28. März stattgefunden hatte, auszuschließen. Der Marsch war zum Gedenken an die am 23. März getötete Mireille Knoll organisiert worden. Der CRIF hatte sich nachdrücklich gegen die Teilnahme des Parteivorsitzenden von France Insoumise Jean-Luc Mélenchon, aber auch von Marine Le Pen ausgesprochen.

Bereits am Samstag hatte der Vorsitzende von En Marche! Christophe Castaner seinem Unmut über die Macronabbildung über Twitter Luft gemacht und beklagt, dass auf früheren Umzügen Macronpuppen verbrannt worden seien.

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