Neues aus dem Corona-Risikogebiet in Frankreich: Die Corona-Pandemie und mein Leben in Nizza

by Feli
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In Frankreich rollt die zweite Corona-Welle an. Genau genommen ist sie bereits da. In diesem Beitrag erfährst du, wie sich die Corona-Pandemie in Frankreich derzeit entwickelt, woran das liegt, wo die Corona-Risikogebiete in Frankreich liegen und wie es sich in Nizza derzeit lebt und natürlich auch urlaubt.

Nizza im August

Nizza war im August extrem voll und laut. Wohnungen, die das ganze Jahr über leer standen, waren nun besetzt. Die Touristen kamen dabei in diesem Jahr wohl überwiegend aus Frankreich und Europa. Viele Deutsche waren auch darunter.

Komischerweise scheint sich trotz der Corona-Pandemie die ganze Welt in der Großstadt eingebucht zu haben. Denn wenn man in die umliegenden Dörfer fuhr, war es oft menschenleer. Man sah weder Bewohner noch Touristen. Das war ein krasser Gegensatz zu Nizza.

Während unseres eigenen Urlaubs haben wir Roquebrune-Cap-Martin und Coaraze besucht. Roquebrune-Cap-Martin kann man wohl als Perle an der Côte d’Azur bezeichnen und Coaraze gehört zu den schönsten Dörfern Frankreichs. Beide Orte waren wie ausgestorben.

In Roquebrune-Cap-Martin sind wir dann noch an den Strand gegangen. Der Plage du Golfe bleu ist ein 500 Meter langer, wildromantischer Kieselstrand. Zu unserer Überraschung waren wir abends um 19 Uhr fast alleine da. In Nizza war die mehrere Kilometer lange Strandpromenade im August noch nachts um 23 Uhr voller.

Regieren auf lokaler Ebene

Das Coronavirus macht aber keinen Urlaub. Die französische Regierung unter dem neuen Premierminister Jean Castex hat in den letzten Wochen ihre diesbezügliche Strategie geändert und mehr Befugnisgewalt auf die Präfekten übertragen. So will man einen erneuten landesweiten Lockdown vermeiden. Allerdings wenden die Präfekten die neuen Möglichkeiten nach meinem Geschmack nur sehr zögerlich an. Obwohl die Infektionszahlen und die Corona-Risikogebiete in Frankreich kontinuierlich wachsen, kommt es kaum zu einschneidenden Maßnahmen.

Traumhaft! Der leere Plage du Golfe bleu

Im Gegenteil: Die Erlasse der Präfekten sind ausgesprochen vorsichtig. So schließen die Kneipen in Marseille und dem ganzen Bouches-du-Rhône aufgrund der hohen Zahl an Neuinfektionen nun schon um 23 Uhr und im Hérault darf nicht mehr getanzt werden.

Natürlich ist diese Zurückhaltung auch verständlich. Denn die meisten Corona-Risikogebiete in Frankreich sind Regionen, deren Wohlergehen im hohen Maße vom Tourismus abhängt. Im Angesicht des wirtschaftlichen Niedergangs wird der Schein von Unbeschwertheit so lange wie möglich aufrechterhalten. Keiner möchte dafür verantwortlich sein, dass seine Region und ihre Bevölkerung jede Möglichkeit genommen wird, sich von dem ersten Corona-Schock zu erholen.

Laut einer von Viavoice für die Zeitung Libération durchgeführten Umfrage besitzt der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit derzeit die höchste Priorität (48 Prozent) für die Franzosen. Erst danach kommt die Gesundheit (46 Prozent), etwas später die Umwelt (40 Prozent) und die Kaufkraft (40 Prozent).

Corona-Tests und Maskenpflicht

Allerdings wird die Corona-Pandemie von der Politik auch nicht ignoriert. Überall im Land werden die Menschen massenhaft auf Corona getestet. In der letzten Woche mehr als 800 000 Mal. In Nizzas Innenstadt und sicher auch in anderen Städten, befindet sich auf einem zentralen Platz eine Teststation, in der sich jedermann ohne Termin oder Krankheitssymptome kostenlos auf Corona testen lassen kann.

Außerdem hagelt es im ganzen Land Erlasse, in denen die Präfekten eine regional beschränkte Maskenpflicht verhängen. In der Innenstadt von Nizza existiert diese Maskenpflicht, die nicht nur geschlossene Räume, sondern auch öffentliche Wege und Plätze betrifft, seit dem 5. August. Am 20. August wurde sie auf die gesamte Stadt ausgeweitet. Bei Zuwiderhandlung droht angeblich eine Strafe von 135 Euro.

Leider aber hält sich in Nizza kaum jemand an diese Maskenpflicht. Noch immer sieht man in der Stadt mehr Menschen ohne Maske oder mit einer Maske unter dem Kinn als mit einer Maske, die Mund und Nase bedeckt.

Diese Maskenverweigerung betrifft sowohl die sehr zahlreichen Touristen als auch die Bewohner der Stadt. Egal, ob auf der Straße, beim Bäcker oder – besonders schön- im engen Wartezimmer des Hausarztes, überall trifft man Menschen deren Atemluft man ungefiltert teilen muss.

Ignoranz statt Panik

Die Gefahr, die vom Coronavirus ausgeht, wird kollektiv wegignoriert. Ich glaube, dass dieses Verhalten ein wenig dem Umgang mit der ersten Corona-Welle im Frühling geschuldet ist. Damals war Frankreich von einer kollektiven Angst erfasst. Viele Menschen glaubten ernsthaft, dass das Coronavirus eine Bedrohung für sie darstellte. Auch viele jüngere Menschen fürchteten um ihr Leben und das Leben ihrer Kinder. Als meine Dreijährige nach mehreren Monaten ihre 60-jährige Oma wiedersah, wich diese erst einmal ängstlich zurück. Dabei hatte unser Kind für 8 Wochen zu niemanden außer seinen Eltern Kontakt gehabt.

Die strengen Maßnahmen der Regierung, insbesondere die zweimonatige Ausgangssperre, die von einer Kriegsrhetorik des Präsidenten begleitet wurde, verstärkte den Glauben an die unsichtbare Bedrohung weiter. Vermutlich war die politische Klasse selbst von einer besonderen Angst ergriffen, nachdem bei den Kommunalwahlen im März viele Menschen, die sich an jenem Tag zur Wahl gestellt und für die Stadträte kandidiert hatten oder die an der Organisation der Wahl beteiligt waren, selbst an Corona erkrankten. In Frankreich gehörten Politiker zu den bekanntesten Todesopfern.

Damals hielten die meisten Franzosen die Ausgangssperre streng ein. Kritik an der Regierungspolitik gab es kaum.

Nun aber, da die meisten Menschen die erste Welle der Corona-Pandemie unbeschadet überlebt haben, halten viele die Gefahren, die von Corona ausgehen für ein Märchen oder zumindest für übertrieben dargestellt. Hinzu kommt ein tiefes Misstrauen gegenüber der Regierung. Selbst in seriösen Medien kann man lesen, dass es so scheint, als hätte das Coronavirus an Gefährlichkeit eingebüßt. Denn die Krankenhäuser sind ja noch nicht überfüllt.

Roquebrune-Cap-Martin: Ein Urlaubstraum an der Côte d’Azur

Alle Menschen aus meiner Stadt, mit denen ich in den letzten Wochen über das Coronavirus gesprochen habe, erklärten mir, dass sie keine Sorgen hätten, dass sie nicht an Corona glauben würden, dass Corona vorbei sei und dass das Virus seine Gefährlichkeit verloren hätte. Diese Menschen waren übrigens meist älter als ich.

Leben im Corona-Risikogebiet in Frankreich

Entsprechend unvorsichtig sind die Leute. Wir waren am letzten Wochenende bei einer Freundin, um den Geburtstag ihrer Tochter zu feiern. Es war das erste Mal seit Monaten, dass wir mit anderen Menschen über längere Zeit in einem geschlossenen Raum waren. Neben meiner Freundin, ihren beiden Töchtern und meiner Familie sollte auch der Vater der Kinder dabei sein, der in einer anderen Wohnung lebt.

Als dieser kam, hörten wir schon nach ein paar heiseren Worten von ihm, dass er sich offenbar etwas eingefangen hatte. Als er dann auch noch erzählte, dass er am Vortag bei einer Geburtstagsparty mit vielen Menschen war, meinte meine Freundin, dass es vielleicht besser wäre, wenn er eine Maske aufsetzt. Er entgegnete, dass er jetzt aber nicht drei Stunden eine Maske tragen würde. Da würde er lieber wieder gehen. Keine zehn Sekunden später hatte er die Tür von außen geschlossen.

Sein kurzer Auftritt hatte aber gereicht. Die Klimaanlage erledigte den Rest. Nicht mal 48 Stunden später hatte meine Kleine 39.5 Fieber und starke Halsschmerzen. Als mein Mann unseren Hausarzt anrief und fragte, ob wir gleich in die Praxis kommen oder bei Halsschmerzen und Fieber lieber erst einen Corona-Test machen sollten, erklärte der Arzt, dass es doch unbegründet sei, auf Corona zu schließen. Tatsächlich hat er dann bei meinem Kind eine Angina diagnostiziert und die Antibiotika haben auch schnell angeschlagen. Unglaublich, wie erleichtert ich war.

An diesem Wochenende waren wir wieder auf einer Kindergeburtstagsfeier. Wir haben uns entschieden hinzugehen, weil sie im Freien auf einem Kinderspielplatz stattfand. Denn wir wissen mittlerweile, welche Folgen es hat, wenn man sein Kind völlig isoliert.

Insgesamt waren wir etwa 10 Erwachsene. Mein Mann und ich waren die einzigen, die eine Maske trugen, obwohl wir zeitweise eng zusammenstanden, weil es regnete. Während des Nachmittages unterhielt ich mich mit einem anderen Vater. Zu Beginn unserer Unterhaltung setzte er plötzlich eine Maske auf. Er kommentierte diese Geste mit den Worten, dass er zwar nicht daran glauben würde, es aber eine Frage der Höflichkeit sei, bei einer Unterhaltung mit mir, die ja eine Maske trug, ebenfalls eine aufzusetzen.

Aktuelle Zahlen aus der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur

Ich finde es nicht verwunderlich, dass die Infektionszahlen in meiner Gegend immer weiter in die Höhe schnellen. Für die Großregion Provence-Alpes-Côte d’Azur sah die Lage am 25. August folgendermaßen aus: Innerhalb einer Woche haben sich in der Region 4729 Personen mit dem Coronavirus infiziert. In den beiden Vorwochen waren es 1137 bzw. 1711.

Dabei scheinen sich die steigenden Infektionszahlen hier auch auf die Patientenzahlen in den Krankenhäusern niederzuschlagen. So mussten am 25. August 40 Personen intensivmedizinisch behandelt werden. Das ist mehr als eine Verdopplung zur Vorwoche, in der nur 16 Patienten auf der Intensivstation lagen.

Auch das ist Realität: Der Start der Tour de France in Nizza unter hohen Sicherheitsauflagen. Die Zuschauerzahl ist übersichtlich.

In meinem Departement Alpes Maritimes gab es in der Woche bis zum 25. August vier neue Todesfälle. Vorher hatte es seit dem 30. Juli keinen Todesfall mehr gegeben. Auch die Zahl derer, die intensivmedizinisch betreut werden, ist von nur einer Person auf sieben angestiegen.

In der Woche vom 18. zum 25. August wurden im Departement Alpes-Maritimes 53 Menschen wegen einer Corona-Infektion ins Krankenhaus eingewiesen. Mit gleichzeitig 44 Entlassungen besaß das Departement am 25. August 73 Krankenhauspatienten.  

Am 26. August lag die 7-Tagesinzidenz, also die Anzahl an Neuinfektionen innerhalb einer Woche auf 100 000 Einwohner im Departement Alpes-Maritimes bei 109. Im nahe gelegenen Bouches-du-Rhône lag sie sogar bei 159. Insgesamt wies die Region Provence-Alpes-Côte d’Azur 107 Neuerkrankungen auf 100 000 Einwohner aus.

Reisewarnung, Corona-Risikogebiete in Frankreich und Quarantäneregelungen

Am 24. August hat die deutsche Regierung reagiert und eine Reisewarnung für die Region Provence-Alpes-Côte d’Azur sowie die Pariser Großraumregion Île-de-France ausgesprochen und sie zu Risikogebieten erklärt. Am 26. August sind die Überseegebiete Guadeloupe und St. Martin hinzugekommen.

Die in Deutschland gängige Einstufung als Risikogebiet basiert auf einer zweistufigen Bewertung. Zunächst wird festgestellt, in welchen Regionen es in den letzten sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100 000 Einwohner gab. Außerdem wird nach qualitativen Kriterien festgestellt, ob für Regionen, die den genannten Grenzwert unterschreiten, dennoch die Gefahr eines erhöhten Infektionsrisikos vorliegt. In meiner Region wird der Grenzwert mit 109 Neuinfektionen um Längen überschritten. In Paris übrigens auch. Da liegt er derzeit bei 123.

Menschen, die sich in Corona-Risikogebieten in Frankreich und anderswo aufgehalten haben und nach Deutschland zurückkehren, müssen einen Corona-Test durchführen und sich, solange kein negatives Testergebnis vorliegt, in häusliche Quarantäne begeben.

Offenbar soll diese Regelung soll jetzt geändert werden. Geplant ist, dass Reiserückkehrer aus Risikogebieten sich beim zuständigen Gesundheitsamt melden und in eine 14-tägige häusliche Quarantäne begeben müssen. Erst fünf Tage nach der Einreise nach Deutschland kann ein Test gemacht und die Quarantäne bei negativem Testergebnis verkürzt werden. Diese Neuregelung soll zwischen dem 15. September und dem 1. Oktober in Kraft treten.

Ein Blick auf ganz Frankreich

Tatsächlich wird der Grenzwert, der eine Region nach deutschen Maßstäben zum Corona-Risikogebiet macht, nicht nur in der Île-de-France, der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur, Guadeloupe und St. Martin überschritten, sondern noch in einigen weiteren französischer Regionen. Zu diesen Corona-Risikogebieten in Frankreich gehören Sarthe, Gironde, Haute-Garonne, Rhône, Côte-d’Or, Hérault sowie die Überseegebiete Réunion und Französisch-Guyana.

Derzeit steigt die Zahl an Corona-Neuinfektionen in Frankreich beinahe exponentiell an. Am 28. August gab es in Frankreich 7379 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Am 29. August waren es immerhin 5 453. Die Zahl der Patienten, die im Krankenhaus behandelt werden müssen, ist jedoch noch stabil.

Derzeit sind es 4 530 Patienten, von denen 400 auf der Intensivstation liegen. Diese vergleichsweise geringe Zahl an schweren Verläufen führen Ärzte auf ein besonders vorsichtiges Verhalten von Risikogruppen und das größere Wissen über Corona, das eine bessere Behandlung der Patienten ermöglicht, zurück. Hoffentlich bleibt das auch noch eine Weile so.

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16 Kommentare

Tobias 30. August 2020 - 13:34

Vielen Dank für den interessanten und hilfreichen Artikel!

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Feli 30. August 2020 - 13:36

Gerne! Ich danke dir für deinen Kommentar!

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Silke 30. August 2020 - 13:36

Vielen Dank für diesen interessanten Beitrag. Ich lebe in Deutschland und wenn alles klappt ziehen wir Ende Oktober nach Frankreich in südliche Vercors.
Und ich halte es nach wie vor verträglich nach Frankreich zu gehen, bin aber der festen Meinung, dass die Maskenpflicht Zu beherzigen das Mindeste ist was wir tun können.
Hoffen wir dass es sich bald wieder zum positiven entwickelt.

Reply
Feli 30. August 2020 - 13:54

Hallo Silke!

Vielen Dank für deinen Kommentar! Toll, dass ihr diesen mutigen Schritt wagt! Ihr werdet es sicher nicht bereuen!
Ich hoffe auch, dass wir das alles bald überstanden haben. Corona bedroht ja nicht nur die Gesundheit der MEnschen, sondern auch ihre Existenz!

Viele Grüße
Feli

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Vilain 30. August 2020 - 16:26

Oh.Oh. Wir lassen es lieber rüber zu düsen.

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Andrea Krumm 30. August 2020 - 17:22

Ihr Bericht deckt sich genau mit dem, was ich in den letzten 2 Monaten in und um La Croix Valmer erlebt habe. Und dennoch war es ein schöner Urlaub. Wir sind morgens zum Strand, da war der Abstand kein Problem, eingekauft haben wir antizyklisch, Märkte und Restaurants gemieden. Es war ein anderer Urlaub in anderen Zeiten. Bei mir überwiegt die Dankbarkeit, dass wir überhaupt reisen konnten. Doch das unvernünftige Verhalten der Menschen (nicht nur in Frankreich) hat mich geschockt. Die steigenden Zahlen und neue Beschränkungen sind die traurige, aber logische Konsequenz.

Reply
Feli 30. August 2020 - 18:24

Hallo Andrea!

Schön, dass ihr trotzdem einen schönen Urlaub hattet. Man muss eben das beste aus dieser missratenen Situation machen. Vielleicht ist die Ignoranz auch eine Variante mit dem Umvermeidbaren klar zu kommen.

Viele Grüße
Feli

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Anke 30. August 2020 - 17:25

Hallo. Ich lebe in Deutschland und auch ein wenig in Cannes. Eigentlich habe geplant diese Woche nach Cannes zu fahren. Mit der derzeitigen Situation bin ich aber stark in der Überlegung. Man kann das von hier so schlecht einschätzen. Und natürlich auch die neue Quarantäneregelung macht das nicht einfacher.

Reply
Feli 30. August 2020 - 18:28

Hallo Anke!

Hier ist derzeit alles so wie immer. (Wir fahren gleich noch mal ans Meer :-)) Wenn man nicht gerade in der Innenstadt wohnt, kann man dem allen auch einfach aus dem Weg gehen. Allerdings weiß ich nicht, wann sich das wieder ändert. IRgendwann könnten sie ja auf die Idee kommen, wieder alles zu zu machen.
Ich persönlich habe eher das gegenteilige Problem. Am Dienstag fängt die Schule wieder an und mir ist gar nicht wohl dabei.

Viele Grüße
Feli

Reply
Florian 30. August 2020 - 18:00

Moin! Interessanter Bericht! Wir waren bis zum 23.8. an der Cote d’Azur und sind zum Glück einen Tag vor Ausweisung als Risikogebiet nach Deutschland eingereist. Wir können deinen Bericht schon bestätigen. Einerseits gab es schon strenge Regeln, wie Maskenpflicht in ganz St Tropez. Andererseits war es teilweise auch sehr lax mit den Regelungen, wie zb in der Parfümerie fragonard in Grasse. Da wurden wir mit hunderten Leuten ohne Sicherheitsabstand durchgeschleust. Wir haben uns so gut es geht am Rand ausserhalb der Gruppe aufgehalten. Auch in den Strandbars zb am Pampelonne beach war es voll und es gab fast keinen oder nur einen geringen Sicherheitsabstand, wie auch in kleinen Supermärkten in kleinen Orten. An der Verdon Schlucht standen die Leute ohne Maske und Recht dicht in den Schlangen für die Boote an. Wir sind gesund nach Hause gekommen, aber über die steigenden Zahlen wundern wir uns nicht. Andererseits brauchen die Menschen aber auch ihre Freiheiten. Das ist sicherlich ein Spannungsfeld. Viele Grüße

Reply
Roland 31. August 2020 - 11:38

Bonjour Feli,
ein sehr Interessanter Bericht von dir, Danke.
Viele Menschen haben im Herbstferien in der Gegend gebucht, (wir auch) und stehen jetzt da und fragen sich , Hmmmm, stornieren oder nicht.
Wird die Reisewarnung (gilt bis 14 Sept.) Ab den 20.09 aufgehoben oder …..
Bei der jetzigen Entwicklung, würde ich sagen , können wir uns von Frankreich verabschieden,leider.
Wie sieht’s du das?
Gruß Roland

Reply
Feli 1. September 2020 - 10:16

Hallo Roland!

Vielen Dank für deinen Kommentar! Zu den Entscheidungen der deutschen Regierung kann ich nicht viel sagen. Die kann ich weder vorhersehen, noch möchte ich sie bewerten. Ein regional begrenzter Lockdown ist hier auch nicht auszuschließen, aber derzeit sieht es überhaupt nicht danach aus. Heute ist Rentrée und die Kinder gehen wieder in die Schule…
Die Frage, ob man denn hier noch Urlaub machen kann, möchte ich ganz klar mit JA beantworten. Wir haben hier auch eine wunderbare Zeit und das, obwohl wir in der Innenstadt leben. Wenn wir frei haben, fahren wir an die umliegenden Strände, in Freizeitparks oder in die Dörfer. Diese Orte sind vermutlich leerer als normal. Am Sonntagabend hatten wir den Strand von Villefranche-sur-Mer für uns allein. Sicherheitsabstand ist kein Problem.

Wenn du noch mehr Fragen hast, nur zu!

Viele Grüße
Feli

Reply
Karl-Heinz Stabel 2. September 2020 - 18:13

Hallo Feli,
danke für Deine Info. Wir waren vom 20.6.-8.7.20 im Vaucluse. Haben dort erlebt, wie die Franzosen leider sehr locker waren. Große Familientreffen ohne Maske (auch bei unseren französischen Freunden) waren normal, ohne Maske einkaufen ob beim Bäcker oder Metzger ebenfalls. Bedienungen hinter der Theke im Super U keine Maske. Auch im Auchan trugen 70 % der Kunden keine Maske und Abstand, das wurde überhaupt nicht beachtet. Abstand in den Restaurants kaum und oft hing die Maske der Bedienung unterm Kinn. Wir hatten natürlich immer Maske an, haben allerdings Restaurants gemieden und uns nur selbst versorgt. Uns war damals schon klar, dass das Folgen haben wird. Schade, denn jetzt ist genau unsere Befürchtung eingetroffen. Eigentlich wollten wir im September wieder kommen. Wir warten jetzt mal die Entwicklung ab. Wünschen Euch allen viel Gesundheit. Liebe Grüße Karl-Heinz

Reply
Feli 2. September 2020 - 21:31

Hallo Karl-Heinz!

Schön zu hören, dass es euch gut geht! Ja, die Menschen hier sehen das wohl mittlerweile lockerer. Mein Kind geht seit dieser Woche wieder in die Schule und ich habe da gemischte Gefühle…

Wenn ihr in euer eigenes Haus fahrt, ist die Ansteckungsgefahr ja gering. Den Supermarkt könntet ihr vermeiden, wenn ihr eure Einkaufsliste online eingebt und die Sachen dann am Drive abholt. Das haben wir während der gesamten Ausgangssperre so gemacht. Die Sachen sind frisch und gut. Allerdings besteht ja auch für den Vaucluse eine Reisewarnung und ihr müsstet danach in Quarantäne.

Ihr werdet euch schon richtig entscheiden! Bleibt gesund und alles Gute!

Liebe Grüße
Feli

Reply
Karl-Heinz Schneider 4. September 2020 - 10:16

Seit 1962 bin ich jedes Jahr nach Saint Raphael gekommen, auch im letzten Jahr wenige Wochen nach der Entfernung eines bösartigen Gehirntumors. Aber nach der Reisewarnung haben wir die bezahlten Flüge und die Wohnung storniert bzw. auf Mai 2021 verschoben. Ich kann da nur sehr schwer mit leben, aber ich muss es. Euch im Süden viel Glück, sehr ernst gemeint!

Reply
Feli 4. September 2020 - 11:37

Hallo Karl-Heinz!
Vielen Dank für deinen Kommentar! Ich finde es sehr schade, dass ihr euren URlaub storniert habt. ICh glaube, in den kleineren Orten an der Côte d’Azur, in denen man nicht ständig in Kontakt mit anderen Menschen kommt, ist die Gefahr sich mit Corona anzustecken, nicht besonders hoch. Mittlerweile ist es aufgrund von Schulanfang und Reisewarnung auch wieder viel leerer. Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass du deinen nächsten Südfrankreichurlaub bald antreten kannst!

Liebe Grüße und ganz viel Gesundheit!
Feli

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